Zeitmangel – Lösungsmöglichkeiten
Student zu sein ist auch nicht mehr das selbe wie früher. Mein Stundenplan in diesem Semester umfasst 36 Stunden voller Spannung. Ansich ist das nicht so schlimm, wenn man sonst eher wenig zu tun hat. Leider dreht sich die Uhr momentan mal wieder gegen mich. Eine Lösung muss her.
Da ich weiterhin den festen Willen habe, hauptberuflich Student zu bleiben und dies auch durch entsprechende Leistungen untermale, sollte es keinen Grund geben, an der Uni zu sparen. Da jedoch die unabdingbare Notwendigkeit zum Handeln besteht, folgte Unausweichliches: Der Stundenplan wurde ausgeweicht. Ich habe beschlossen, diverse unwichtige Übungen und Vorlesungen nicht zu besuchen. Stattdessen kommt momentan dreimal am Tag der Postbote vorbei und liefert köstliche Studienliteratur ab. Die Konsequenz: Das wird ein harter Februar. Dafür sind Mittwoch und Freitag jetzt fast frei.
Das konnte aber noch nicht alles sein. Ich habe mir damit zwar 4 oder 5 Stunden pro Woche mehr geschafft, die reichen aber noch nicht aus. Das entscheidende Stichwort hieß: Prozessoptimierung. Nur wie stelle ich so etwas an?
- Neue Software.
Eine wichtige und längst notwendige Änderung, die ich jetzt vollzogen habe, ist die Änderung meiner Produktivumgebung. Ich habe sozusagen die Seiten gewechselt. Ich bin auf Aptana umgestiegen.Seit einigen Tagen ist die finale Version des Aptana Studios erhältlich. Es ist eine umfassende Programmierumgebung für alle Webbasierten Sprachen. Sie schafft eine unerreichte Funktionsvielfalt und Stabilität, von der sich andere Anwendungen ein ganzes Stück abschneiden könnten. Durch die Flexibilität der Oberfläche konnte ich mich sehr schnell eingewöhnen. Und auch der Synchronisations-Manager in Kombination mit der Projektverwaltung hat mich fasziniert. Alle bisherigen Lösungen in der Hinsicht sind eher so lala. Ich überlege ernsthaft, ob es sich nicht lohnen würde, die kostenpflichtige, professionelle Variante des Aptana Studios zu kaufen.
Eine weitere Änderung hat meine zweite Produktivumgebung, den Laptop, getroffen. Abgesehen von einer vollständigen Umstrukturierung der gesamten Entwicklungsumgebung habe ich zusätzlich verschiedene Versionierungs-Kontrollen eingebaut. So fällt es mir jetzt endlich leichter, das auf dem Laptop entwickelte Programm auf den Desktop-Arbeitsplatz zu transferieren. Im Vordergrund stehen dabei Subersion und SmartSVN.
Damit habe ich zwar vorerst einiges investiert, erhoffe mir aber dadurch eine deutliche Produktionssteigerung
- Neue Listen.
Ich habe eine neue Prioritätenliste. Entgegen dem technischen Fortschritt arbeite ich weiterhin mit einer sehr übersichtlichen Zettelwirtschaft, die nun deutlich effektiver als zuvor ist. Ich kann relativ einfach kontrollieren, wann ich wieviel Zeit für welches Item auf meinen Listen gebraucht habe. Diese Werte können so recht simpel in das Rechnungswesen eingehen. Zufrieden bin ich damit noch immer nicht. Obwohl ich einen Überblick habe. Obwohl der Zweck ansich erfüllt ist. Ich werde mich in nächster Zeit wohl endlich nach einer Softwarelösung für Notizen, Ablage, Termine, Aufgaben und Projektverwaltung umsehen. Meine Befürchtung ist, dass diese sehr viel sperriger und weniger leicht zu überblicken sein wird. Ebenso steigt die Abhängigkeit vom Desktop-Arbeitsplatz (Client-only) oder von einer Internetleitung (Server / Web). Mal sehen. Ich tendiere eher zur Web-2.0 Lösung, die man eventuell offline synchronizieren kann. Vor einiger Zeit habe ich bereits mit Sunbird experimentiert, jedoch keine befriedigende Lösung gefunden. Warten wir ab. - Delegation.
Dies ist der Punkt, mit dem ich mich bisher am schwersten getan habe. Arbeitsverteilung auf andere. Bisher hatte ich wenige Möglichkeiten, Mitarbeiter in einem vernünftigen Umfang zu beschäftigen. Es ist sehr schwierig, andere ausgiebig für etwas zu bezahlen, was man selbst nur nebenbei bezahlt bekommt. Trotz dessen muss ich mich langsam aber sicher um einige Dinge kümmern. In der Klausurphase werde ich erneut keine Zeit haben, mich um Webdesign zu kümmern. Und inwieweit ich den Kopf für kreative Arbeit immer wieder frei bekomme, ist auch fraglich. Über eine entsprechende Lösung berichte ich hier später. Das ich eine finde steht außer Frage.
Ein weiterer wichtiger Punkt in der Arbeitserleichterung ist die Stabilität der Internetleitung. Entsprechend wird Ende der nächsten Woche der alte Router und das Modem in den Ruhestand geschickt. Wir rüsten hier um. Der Neue kommt von Zyxel. Auch hierüber werde ich noch ausgiebig berichten.
Bis dahin,