Webdesign aus Witten » LONG RUN INTERNATIONAL LTD.

9. Dezember 2007

Projektmanagement und Zeitnachhaltung

Filed under: Two fisted Competition,What's up in the Web? — Stefan Klose @ 12:26

Wenn man 2 oder 3 Projekte gleichzeitig bearbeitet, dann kommt man – auch im Webdesign – mit einer Zettelwirtschaft über die Runden. Aber wenn sich vor einem digitale Türme voller Arbeit stapeln, dann werden Listen mit Aufgaben immer recht schnell viele Seiten lang. Dementsprechend habe ich vor einiger Zeit begonnen, mir wieder einmal Gedanken über eine gescheite Software zu machen, mit der ich meine Projekte, die Aufgaben und den Zeitaufwand nachhalten kann. Dabei bin ich auf viele verschiedene Lösungen gestoßen, die alle kleinere Ecken und Kanten haben.

Wo fängt man an, nach so einer Software zu suchen? Naja, wenn man nicht weiß, wonach man genau sucht, fängt man besser erstmal nicht an. Ich habe mir überlegt, was die Software an Eigenschaften aufweisen sollte:

  • Projekte: Ich möchte alle meine Projekte in der Software verwalten können. Für jedes Projekt soll ein eigener Baum angelegt werden, in dem ich die für mich relevanten Informationen ablegen kann. Geordnet, versteht sich. Am besten wäre es, wenn ich ebenfalls Kunden verwalten könnte und die Projekte mit den Kunden verknüpft werden könnten.
  • Aufgaben: Jedem Projekte sollten Aufgaben zugewiesen werden können. Möglichst noch als eine Art Roadmap, mit Fortschritten anhand von festgelegten Zeit- und Geldbudgets. Schön wäre es auch, wenn ich diese Aufgaben einem Mitarbeiter zuordnen könnte. So wäre doch deutlich mehr Ordnung gegeben. Jede Aufgabe könnte im Baum weitere Unter-Aufgaben und eine Informationsablage bekommen.
  • Zeiten und Zahlungen:Für jeden Kunden sollte es einen Stundensatz geben (intern / extern), zumindest einen Überblick über gegebene Budgets, Aufwendungen und Erlöse. Eine Berichtsfunktion für die Projekte und Kunden wäre auch sehr nett.
  • Weiteres: Eine kostenlose Software wäre natürlich schön. Ideal wäre eine Open-Source-Variante. Und sie sollte kontinuierlich weiterentwickelt werden. Seriös sein. Und nicht allzu sperrig in Hinblick auf Ressourcenverwendung.

Mit diesen Informationen ging es Richtung Google. Dort stieß ich als aller erstes auf Onepoint Project, eine professionelle Projektemangement-Software einer österreichischen Firma, die auf den aller ersten Blick beeindruckte. Insgesamt hat mir die Software garnicht mal so schlecht gefallen. Leider war sie an einigen Stellen jedoch dermaßen unflexibel, dass ich deutliche Schwierigkeiten im Umgang hatte. Die zweite Software war Advanced Time Reports. Durch eine schöne Berichtsfunktion und eine saubere Gestaltung war die Software ansich genau für mich geeignet. Leider stimmte hier auf Dauer die Übersichtlichkeit nicht. Und der Preis, der bei etwa 50€ liegt. Also ging die Suche weiter.

Am Ende bin ich bei der Open-Source-Variante Task Coach gelandet. Die kostenlose Software bietet mit einem Aufgabenbaum, einer Aufwandsverwaltung, Notizmöglichkeiten und Budgetverwaltung ansich alles, was ich mir so überlegt hatte. Hier stimmen zwar auch Kleinigkeiten nicht (insbesondere manche Sortierreihenfolge und der Aufbau des Aufgabenbaums), die sind jedoch größtenteils zu vernachlässigen. Schön ist hier ebenfalls, dass die Software sowohl unter Mac OS X als auch unter Linux und Windows läuft. Ein bischen fehlt mir schon die Berichtsfunktion, die doch immer sehr ausführlich im ATR alle relevanten Informationen zusammengefasst hat. Hier kann man nun zwar auch alles mögliche ausdrucken und exportieren, aber ein vernünftiger Bericht muss aus den Rohdaten per Hand erstellt werden. Ebenfalls ärgerlich ist, dass ich Aufwendungen nicht einfach einer Kategorie zuordnen kann, sondern immer eine entsprechende Aufgabe vorhanden sein muss. Ebenfalls fehlt an dieser Stelle eine Form von Fortschrittsstatus. Zufrieden bin ich mit der Software sicherlich, aber Professionalität vermisse ich an einigen Stellen. Ob zukünftige Versionen da Abhilfe schaffen, kann ich jetzt noch nicht beurteilen. Eine Liste mit Verbesserungsvorschlägen werde ich in Zukunft erstellen und einsenden.

Bis dahin,

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