Webdesign aus Witten » LONG RUN INTERNATIONAL LTD.

15. April 2008

Meine Webdesign-Arbeitsstation

Filed under: Two fisted Competition — Stefan Klose @ 22:10

Nachdem ich nun über 5 Jahre auf Anschaffungen im Bereich Hardware zur Steigerung meiner technischen Produktivität verzichtet habe, hat es heute ein Ende gefunden: Ich habe diverse Einzelteile bestellt und werde sie in den nächsten Tagen zu meinem neuen Arbeitsplatz für Webdesign und Programmentwicklung zusammenfügen.

Der an das neue Gerät gestellte Anspruch war ansich sehr hoch. Seit mehreren Monaten habe ich – für den immer wahrscheinlicher werdenden Fall eines Ausfalls – über verschiedene Hardware-Komponenten und -Kombinationen nachgedacht. Das Ziel war es, einen ausfallsicheren und arbeitstauglichen Rechner zusammenzubauen, der mehrere Jahre die geforderte Leistung erbringt. Im Betrieb sollte der Rechner möglichst ruhig laufen.

Als Grundlage des Gerätes habe ich ein Gehäuse von Antec ausgewählt, das NSK4000. Es verfügt über 3 interne Festplatteneinschübe, 2 externe Einschübe für Diskettenlaufwerke oder Kartenlesegeräte sowie 3 externe Einschübe für Laufwerke. Farblich ist das Gehäuse in schwarz gehalten, lediglich die Front-Seite ist bis auf die Blenden versilbert. Im inneren besteht die Möglichkeit zur Installation von zwei 80mm-Lüftern und einem 120mm-Lüfter, der wohl bereits vorinstalliert ist. Mit einem Gewicht von 7KG ist das Gehäuse recht leicht. Von den gängigen Tests her scheint das Gehäuse qualitativ hochwertig gebaut zu sein.

Besagte Lüfter werden zwei Exemplare des Noctua NF-R8 in Kombination mit einem Ultra Low Noise Adapter sein. Damit hoffe ich eine vernünftige Luftzirkulation im Gehäuse bei einer geringen Geräuschkulisse (800 RPM) zu erreichen. Warum dies notwendig sein wird, werde ich weiter unten klären.

Mit Energie versorgt das System ein Seasonic S12II 430Watt-Netzteil. Mit einer Effizienz von über 82% ist das Netzteil nicht nur Ressourcenschonend, sondern schafft im Vergleich zu anderen Netzteilen auch finanzielle Vorteile. Ebenfalls ist es eines der leisesten Geräte auf dem Markt. Hier fehlt lediglich ein Kabelmanagement, auf das man aber auch mit einer durchdachten Einrichtung verzichten kann. Es bietet genügend Energie, um die nachfolgenden Komponenten zu versorgen:
Das Mainboard wird ein ABIT IP35, das auf dem Intel-Chipsatz P35 basiert und über einen Platz für einen Sockel 775-Prozessor, 4 DDR2-Speicherbänke, 6 SATA-Schnittstellen und diverse PCI- und PCI-Express-Steckplätze verfügt. Durch die vorhandenen Heatpipes wird die Northbrige ausreichend gekühlt, um auch mit einem FSB von 400 oder höher betrieben zu werden. Weiterhin sind eine ganze Menge Anschlüsse für USB, Firewire, Audio und Ethernet vorhanden.

Als Prozessor werde ich eine Intel E8200 verwenden. Standardmäßig verfügt diese über 2,67 Ghz auf zwei Kernen und 6MB L2-Cache. Ich plane jedoch eine Übertaktung auf mindestens 3,4 Ghz. Für eine entsprechende Kühlung sorge ich mit einem Noctua NH-U12P-Kühler. Damit sollte sowohl ein kühler als auch ein leiser und leistungsfähigerer Betrieb gewährleistet sein.

Der Arbeitsspeicher wird aus 4 Riegeln zu je 2GB mit 1.000 Mhz getaktetem OCZ Platinum XTC DDR2-Ram bestehen. Auch dies sollte meine Übertaktungsversuche in erheblichem Maße begünstigen. Die vorhandenen Heatspreader werden meine Bemühungen in Kombination mit dem guten Luftstrom weiter vorantreiben. Ebenfalls habe ich für die IDE-Festplatten und -Laufwerke, die ich mit einem entsprechenden 4-Channel-Controller übernehme, Rundkabel bestellt. Gleichfalls wird auch das immer noch vorhandene Floppy-Laufwerk mit einem Rundkabel angebunden. Dadurch vermeide ich den schädigenden Hitzestau im Gehäuse.

Dies ist insbesondere in Hinblick auf die eingesetzte Grafikkarte sinnvoll: Es handelt sich um eine Sapphire Ultimate Radeon 3870. Im Gegensatz zu üblichen Grafikkarten ist diese komplett passiv gekühlt. Damit spare ich nicht nur eine enorme Geräuschkulisse sondern auch Energie. Die passiv-gekühlten Lösungen haben sich in verschiedenen Tests als deutlich geringer verschwenderisch erwiesen als aktiv gekühlte Grafikkarten.

Insgesamt glaube ich mit dieser Kombination von Komponenten eine gute Wahl getroffen zu haben. Sie vereinbaren ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis mit einer guten Qualität und den oben formulierten Anforderungen. Weitere Informationen werde ich nachreichen, sobald alle Einzelteile eingetroffen sind.

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